Baeckerei_24 29

ofa / operative fallanalyse

Vom 17.05.14 bis 30.05.14 beteiligte sich die ‘forschungsgruppe kunst‘ mit ihrem Projekt ‘OFA / operative Fallanalyse’ an ‘conquering places’ in der Alten Bäckerei, Greifswald. Die Künstlergruppe aus Rostock beschreibt ihr partizipatorisch angelegtes Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven.

“In den Wäldern nahe der Stadt Uddevalla (Schweden) entdeckten wir im Sommer 2013 ein ausgebranntes Autowrack. Der Fundort strahlte eine geheimnisvolle und schaurige Atmosphäre aus und wir rätselten, was wohl hier passiert war. Wir fragten bei einigen schwedischen Nachbarn nach, aber keiner wollte uns etwas erzählen. Nur soviel konnten wir in Erfahrung bringen … „es war eine tragische Geschichte…“. Nach dem inspizieren aller Einzelteile des Ortes und zusammenstellen aller Indizien führten wir unsere eigene Fallanalyse durch. Es könnte aber auch alles ganz anders gewesen sein!”

Den partizipatorischen Aspekt erklären sie kurz: “Mit Hilfe der Kreativität und Spontanität der Greifswalder Besucher möchten wir den Fund und die dazu gehörenden Informationen einer neuen Bewertung unterziehen. War es Brandstiftung, Versicherungsbetrug, Beweismittelvernichtung, Terroranschlag, Tötungs- oder ein Sexualdelikt? Wir möchten neue Erkenntnisse über den Tathergang gewinnen und mehr über die mögliche Identität der Täter und Opfer erfahren. Unabhängige Betrachtungen und neue Sichtweisen sind gefragt!

s1

Die Besucher sind aufgefordert mittels Stift, Papier und Kleber einen Tathergang zu konstruieren und auf diesem Wege eine Geschichte zu erzählen.“

s2

Ergänzend zum Projekt ist eine kurze Erklärung zur Fallanalyse hilfreich: “Bei der (Operativen) Fallanalyse handelt es sich um ein kriminalistisches Werkzeug, welches das Fallverständnis bei Tötungs- und sexuellen Gewaltdelikten sowie anderen geeigneten Fällen von besonderer Bedeutung auf der Grundlage von objektiven Daten und von möglichst umfassender Informationen zum Opfer mit dem Ziel vertieft, ermittlungsunterstützende Hinweise zu erarbeiten.” [Quelle: Bundeskriminalamt].

Anmerkungen
Beitragsbild: Forschungsgruppe Kunst

Bilder & Text: Forschungsgruppe Kunst

Links
www.forschungsgruppe-kunst.blogspot.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *